Warum kommen Streuner und Hofkatzen nach der Kastration wieder zum Fangort zurück?

 

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Kitten und verletzte Katzen grundsätzlich von der Straße wegzuholen und zu vermitteln. Echte Streuner (die von sich aus deutlich zeigen „kein Interesse am Menschen“), die gesund sind, dürfen nach der Kastration in ihr altes Revier zurück; den Übrigen möchten wir mit unserer Aktion einen Start in ein neues Leben ermöglichen.

 

Diese Katzen sind oft wild, weil sie sich teilweise nur schwer an den Menschen gewöhnen können. Manche von ihnen haben schlechte Erfahrungen mit uns Menschen gemacht, wurden gejagt, vielleicht getreten, weil sie die Menschen in ihrer Gegend einfach durch ihre bloße Anwesenheit „nerven“. Da reicht es schon, wenn sie ihrem natürlichen Bedürfnis nachgehen und die hübsch angelegten Blumenbeete als Katzenklo benutzen.

Viele kennen die Menschen aber auch einfach gar nicht und hatten so gar keine Chance, vielleicht auch gute Erfahrungen zu machen. Die Wenigsten von ihnen sind von sich aus zutraulich, weil sie dem harten Überlebenskampf auf der Straße ausgesetzt sind und nichts anderes kennen.

 

Für solche Katzen machen wir das Straßenleben etwas l(i)ebenswürdiger, indem wir eine Futterstelle einrichten und ihnen einen Unterschlupf anbieten. Wir fangen die Katzen, lassen sie kastrieren und müssen dann überlegen, welche zurück in ihr altes Revier können (die, die gesund und unverletzt sind und deutlich zu verstehen geben „Mensch… nein, danke!“) und welche wir in die Vermittlung nehmen: Kitten, kranke und verletzte Katzen oder werdende Mütter, deren Schwangerschaft für einen Abbruch zu weit fortgeschritten ist. Diesen Kitten wollen wir einen möglichst guten Start ins Leben schenken und ihren Müttern die Sicherheit, ihre Babys in Ruhe zur Welt bringen zu können, ohne Angst um sie haben zu müssen, ohne ihnen hilflos beim Sterben zu sehen zu müssen und mit genug Futter für alle. Hier stehen dann vor einer schier unlösbaren Aufgabe: wie findet man ein schönes Zuhause für Katzen, die den Menschenvorstellungen mancher nicht entsprechen, weil sie keine Kuschelkatzen sind?

 

Diese Katzen brauchen SEHR viel Geduld und es ist immer eine Herausforderung, sie an den Menschen zu gewöhnen, um dann eine Chance zu haben, sie in ein neues Zuhause und hoffentlich ein besseres Leben als das auf der Straße zu vermitteln, wo trotz der viel gerühmten Freiheit auch Hunger, Kälte und Tod lauern.

Allerdings ist es eine Herausforderung, die fast immer damit belohnt wird, dass man Zeuge sein darf, wie eine ehemals scheue Katze anfängt, Vertrauen zu fassen und es gibt kaum etwas Schöneres als zu wissen, dass man selbst hierfür verantwortlich ist, wenn sie sich endlich schnurrend auf dem Schoß des Menschen zusammenrollt.

 

Wenn Sie also ein Plätzchen in Ihrem Zuhause und Ihrem Herzen haben, sich nicht daran stören, dass die Katze vielleicht die ersten Wochen unter der Couch residiert und sich vor Herausforderungen nicht scheuen, dann bewerben Sie sich doch als Pflegestelle für (scheue) Katzen...

 

Eventuell entstehende Tierarztkosten werden nach vorheriger Absprache mit einem unserer Ansprechpartner komplett vom Verein übernommen.
Futter sowie Streukosten sollten, soweit möglich, von den Pflegestellen übernommen werden.
Eine Pflegestelle sollte einen Raum zum separieren der Neuankömmlinge haben (auch ein Badezimmer eignet sich hierfür, vorausgesetzt es hat ein Fenster).
Sie haben noch Fragen, möchten evtl. gerne Pflegestelle werden? Kontaktieren Sie uns:

Melanie Hoffmann
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Oder telefonisch:
Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr
Samstag bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr
0171 4783583